Teilnachlass (1909-1969)

1.1 Signatur
N.03.93
1.2 Titel

Teilnachlass

1.3 Datum

1909-1969

1.4 Verzeichnungsstufe

Unterbestand

1.5 Umfang

30 cm

2.3 Bestandeshistorie

Die Unterlagen lagen im Archiv der Denkmalpflege des Kantons Aargau. Am 29.01.2014 wurden sie dem Staatsarchiv Aargau übergeben. Der Bestand umfasste drei konventionelle Graukartonschachteln mit Dossiers die Reg.-Nummern (von Paul Haberbosch?) trugen, jedoch ohne erkennbare Ordnung eingeschachtelt waren. Die Dossiers wurden vom StAAG provisorisch konserviert und mittels einer Liste erfasst. Das StAAG hat sich aber gegen eine Übernahme in ihre Archivräumlichkeiten entschieden und die Akten zur Eingliederung in den bestehenden Bestand N.03 ans Stadtarchiv Baden übergeben. Akzession 2014-007p

2.4 Direktübernahme

Nein

Taxonomie

wurde geschaffen von:
Name: Haberbosch, Paul
Datum: 18890413-19710104
Geschichte: Paul Haberbosch verbrachte seine Jugendjahre in Basel. Der Vater verstarb früh. Seine Mutter führte im Margarethengut ein Wirtshaus, in welchem illustre Persönlichkeiten aus Basels Wis-senschafts- und Kunstkreisen einkehrten.
An der Universität Basel erwarb er sich das Diplom für das höhere Lehramt in Zoologie, Botanik, Physik und Chemie. Anschliessend promovierte er mit einer Dissertation über ein erdgeschichtli-ches Thema.
Das erste Lehramt hatte er am Institut Rhenania in Neuhausen SH inne. 1923 wechselte er an die Bezirksschule Baden, wo er während 33 Jahren unterrichtete. 1925 machte er die Bekannt-schaft seiner späteren Ehefrau Doris Wanner.
Paul Haberbosch begann in Baden unverzüglich mit umfangreichen wissenschaftlichen Arbeiten auf den Gebieten der Geografie, Geologie, Mineralogie, Archäologie, Geschichte, Urbanistik, Kunstgeschichte, Soziologie, Genealogie, Heraldik und Folkloristik, immer mit Bezug auf seine neue Heimat. Forschungsschwerpunkte stellten u. a. die Badener Thermen, archäologische Grabungen im Bäderquartier und am Kirchplatz sowie die historische Topografie der Altstadt Baden dar, die er in zwei minutiös gebauten Stadtmodellen visualisierte. Die Ergebnisse seiner Forschung publizierte er regelmässig, zahlreich insbesondere in den Badener Neujahrsblättern.
Sein Wissen stellte er auch zahlreichen lokalen Kommissionen und Vereinen zur Verfügung. Ro-bert Kappeler bezeichnete Haberbosch in einem 1962 in den Badener Neujahrsblättern publizier-ten Aufsatz darum als "Badens heimatkundliches Gewissen". Als Dank für seine Verdienste wurde er 1962 in das Ehrenbürgerrecht der Stadt Baden aufgenommen. (Siehe auch: Badener Neujahrsblätter 1972, S. 75-81)

3.4 Ordnung und Klassifikation

Das Stadtarchiv Baden hat die Ordnung und inhaltliche Beschreibung der Dossiers des StAAG übernommen, teilweise wurden Ergänzungen durch docuteam erfasst.